Borkenkäfer - Wir bleiben am Ball

10.08.2020 • • Auf Grund der vergangenen Stürme und trockenen Jahre hat der Borkenkäfer gute Laune. Hauptsächlich der Buchdrucker macht der Hauptbaumart Fichte zu schaffen.

Mit konsequentem Monitoring finden wir die meisten der befallenen Fichten. Um die weitere Ausbreitung zu verhindern, werden die Bäume zeitnahe gefällt und aus dem Wald gebracht.


Biologie der Borkenkäfer

Ein Pionierkäfer bohrt sich in die Rinde ein und legt eine so genannte Rammelkammer an. Danach sendet der nur wenige Millimeter grosse Schädling Pheromone zur Anlockung seiner Artgenossen aus. Nach der Paarung legen die Weibchen Eier entlang eines Muttergangs ab. Nach Larvenfrass und Verpuppung schlüpfen die Jungtiere. Dieser Zyklus einer Borkenkäfergeneration dauert je nach Witterung zwischen 6 und 10 Wochen. Das ermöglicht pro Jahr in der Regel 2 bis maximal 3 Generationen. Geschätzt folgten so aus der Brut eines Weibchens im Laufe der Vegetationsperiode zwischen 100'000 und 250'000 Nachkommen.

Ausgewachsener Borkenkäfer Buchdrucker 3-5 mm (befällt ausschliesslich Fichten)


Der Larvenfrass hat bereits stattgefunden. Nun erfolgt die Verpuppung vor dem Reifefrass.


Das Bohrmehl ist ein sichtbares Früherkennungsmerkmal. Nur aus kürzester Distanz kann dies beobachtet werden. Wenn Rinde und Nadeln vom Baum abfallen, sind die Borkenkäfer bereits ausgezogen und suchen sich die nächsten Fichten.


Typischer Baumholzbestand, welcher vom Borkenkäfer befallen wurde (Sins, Brandwald).

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